Revitalisierung der Universellen Werke Dresden 2019 zurück 1898 gründete der Ingenieur Otto Bergsträßer in Dresden die Compagnie Universelle zur Herstellung von Maschinen für die Produktion von Zigaretten. Ab 1915 firmierte das Unternehmen als Universelle- Zigarettenmaschinenfabrik J. C. Müller & Co. und übernahm verschiedene Maschinenfabriken in Dresden. Ab 1936 wurde teilweise auf Kriegswirtschaft umgestellt. Gefertigt wurden dazu unter anderem Flugzeugteile, Maschinengewehre, Scheinwerfer, Torpedos und Leiteinrichtungen für Waffen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in den Betrieben auch Zwangsarbeiter eingesetzt. Nach 1945 bis in die 1990er Jahre wurden die Gebäude vor allem für die Produktion von Verpackungsmaschinen des Kombinates NAGEMA genutzt, ab 1982 auch für ein Forschungszentrum der TU Desden. Das 1940 errichtete Fabrikations- und Verwaltungs- gebäude “E” an der Zwickauer Straße gilt als markantes Beispiel der Architektur der NS-Zeit mit repräsentativem und wuchtigem Kopfbau sowie rechteckigem Trakt mit aneinandergereihten Fensterachsen, welche die monumentale Wirkung der Anlage noch unterstreichen. Es ist bau- und industriegeschichtlich bedeutend und zählt daher zu den technischen Denkmalen in Dresden. Harmel + Löser Architekten entwickelten ab 2015 eine Sanierungs- und Nutzungskonzeption für den Geamtkomplex der Universellen Werke. Auf dieser Grundlage wurde als erstes Gebäude das Haus “E” durch Harmel + Löser Architekten in Zusam- menarbeit mit Sucharski Architekten denkmalgerecht saniert und konnte 2019 den neuen Nutzern des Technologiezentrums Dresden übergeben werden. HARMEL + LÖSER ARCHITEKTEN Übersicht des Gesamtgebietes der Universellen Werke vor der Sanierung Haus “E” nach Abschluss der Sanierung